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13.12.2006 20:00 Uhr, Apocalypto Das neue Mystik-Action-Abenteuer von Mel Gibson ist da. Ein großes Epos mit überwältigenden Bildern erwartet das Publikum. Außerdem bleibt Gibson seinem eigenen Trend treu: alle Schauspieler sprechen Maya, die Sprache der uralten Maya-Kultur, deren Zerstörung Thema des Filmes ist. Die Geschichte beginnt bei der Jagd einiger Krieger auf einen riesigen Tapir. Die Jäger kehren in ihr Dorf zurück und der Zuschauer wird in eine idyllische Welt eingeführt: Es wird viel gescherzt, die Menschen lieben und necken sich, der Dorfälteste erzählt abends am Lagerfeuer alte Geschichten, die weise machen. Doch dann bricht das Böse über das friedliche Dorf herein. Die Obersten des Maya-Stammes verlangen nach Blut für die Götter, um sie gnädig zu stimmen. Dafür werden Frauen und Männer des Dorfes gekidnappt. Der junge Krieger "Pranke des Panters" kann seine schwangere Frau und sein Kind in einem tiefen Erdloch verstecken, bevor er mit den anderen verschleppt und zu einem mehrtägigen Marsch zu den Pyramidenstädten der Mayas gezwungen wird. Vor den Pyramiden werden sie aufgeteilt in verkaufbare Ware und Blutopfer. Der junge Krieger "Pranke des Panters" soll geopfert werden, doch in dem Moment, in dem man das Messer in seinen Bauch rammen will, um ihm anschließend das Herz rauszureißen, gibt es eine Sonnenfinsternis. Dann beginnt ein Wettlauf gegen die Schergen des Maya-Herrschers. Man gibt "Pranke des Panters" einen Freischuss: er darf laufen, und wenn er es schafft, ein Maisfeld zu erreichen, bevor er von Pfeilen durchbohrt darniederliegt, ist er frei. Schwer verletzt gelingt ihm die Flucht, weil er den Sohn des Anführers tötet, ist ihm jedoch eine ganze Bande auf den Fersen. Doch ein Verfolger nach dem anderen bleibt auf der Strecke. Einer stirbt durch einen Giftpfeil, der nächste durch einen Panther und ein Dritter durch den Sprung durch einen Wasserfall. "Pranke des Panthers" hat noch einen anderen Feind: den Regen. Denn der würde das Loch, in dem seine kleine Familie gefangen ist, füllen. Im letzten Moment gelingt es dem tapferen Krieger, seine Familie vor dem Ertrinken zu retten. Nach "Passion Christi" hat Gibson wieder großes Kino aufgefahren. Mit beeindruckenden Kamerafahrten durch den dichten Urwald werden die sich mit rasender Geschwindigkeit fortbewegenden Krieger verfolgt. Soundtrack und Szenerie sind bombastisch, es gibt große Massenszenen, also ein richtiger Blockbuster. Wenn es bei Mel Gibson nur nicht immer so blutrünstig zuginge! 140 Minuten lang fällt man von einem Ekelanfall in den nächsten und wird auf diese Weise wenigstens bewahrt, dem etwas faschistoid anmutenden Körperkult des Heldenepos zu erliegen. USA 2006 Regie: Mel Gibson Hauptdarsteller: Rudy Youngblood, Gerardo Taracena, Dalia Hernandez, Raoul Trujillo Altersfreigabe: ab 18 138 Minuten von Judith Lange |
Krieger "Pranke des Panters" auf der Flucht
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