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Unser Buchtipp: "Seide" von Alessandro Barricco [08.05.08.]

Inhalt

Im Herbst 1861 bricht der französische Seidenhändler Hervé Joncour zu einer beschwerlichen Reise nach Japan auf. Er hat keine andere Wahl – überall sonst auf der Welt erliegen die Seidenraupen einer Seuche.

Auf seiner Geschäftsreise begegnet er einer rätselhaften Schönheit, die nur heimliche Blicke und eine kurze Botschaft zulässt – ein zusammengefalteter Zettel, den die Fremde ihm in die Hände legt. Es ist ein geheimnisvoller Brief mit einer unerwarteten Botschaft: Kommen Sie zurück oder ich sterbe! Joncours Neugier und Leidenschaft sind entfacht. Und so treibt es ihn Jahr für Jahr zurück nach Japan. Doch niemals wird er auch nur die Stimme des Mädchens hören. Erst viele Jahre später begreift er das Geschehen.


Autor

Alessandro Baricco ist in Italien ein gefeierter Star. In Turin, wo Barrico lebt, gründete er die Privatuniversität „Scuola Holden" für kreatives Schreiben. Zahlreiche bekannte Autoren und Filmemacher dozieren dort. Mit „Seide" hat der Fünfzigjährige seinen ersten Roman in deutscher Sprache vorgelegt.



Fazit

Eine schöne Geschichte über den Ausbruch aus der Gewohnheit durch eine bisher nicht gekannte Art der Leidenschaft. In Seide wird der Vorhang zu einer fremden Welt kurzfristig geöffnet – auf 132 Seiten.

Eine beeindruckende, poetisch-zarte Parabel mit viel Sinnlichkeit ist für Freunde poetischer Literatur ein Hochgenuss, für diejenigen, die ein spannendes Buch lesen möchten, aber eher nicht.